Final4 in Budapest

Nach einer dreistündigen Zugfahrt samt Briefing und einem kalten Bier wurden wir in Budapest von Tamas, unserem Gastgeber für das Wochenende, erwartet.

Nachdem wir unser Gepäck ins Hotel gebracht hatten, wurden wir in der Innenstadt in ein typisch ungarisches Restaurant zum Abendessen eingeladen. Nach Gulasch, Zigeunerschnitzel und Somlauer Nockerl fuhren wir zurück ins Hotel, damit wir am folgenden Tag eine Topleistung in der Halle abliefern können.

Am Sonntag mussten wir bald aufstehen, da das erste Halbfinale schon für 10 Uhr angesetzt war und wir noch rund 30 Minuten mit einem Shuttlebus zur Halle fahren mussten.

Das erste Spiel, erster gegen vierter des Grunddurchganges wurde von Roland und Luka geleitet, war sehr ruhig von beiden Teams und endete mit 4:1 für den Favoriten.

Das zweite Halbfinale war um vieles aufregender und da beide Teams gleich stark waren, folgte für Thomas und Robert eine Verlängerung, die der zweitplatzierte für sich entscheiden konnte.

Nach nur kurzer Mittagspause ging es schon mit den Spielen um die Medaillen weiter:

Robert und Luka wurden für das Spiel um Platz 3 angesetzt, welches die gesamte Spielzeit sehr spannend und ausgeglichen war und auch erst in Verlängerung entschieden werden konnte.

Das Finale war leider sehr einseitig und Thomas und Roland hatten ein leichtes Spiel mit dem Endergebnis von 5:0 für Lifting Trade HC I.

Wir gratulieren dem ungarischen Hallenhockeymeister und bedanken uns für die Einladung, die Übernachtung, das Abendessen und die Verpflegung in der Halle beim Ungarischen Hockey Verband!

Weiters ein großes DANKE an Tamas,der beide Tage für uns da war, und alles perfekt organisiert hat.

Thomas, Roland, Robert und Luka

Besser als damals gegen die Preussen

Während Österreich vor 150 Jahren in Königgrätz – oder, wie es auf Tschechisch heißt, Hradec Králové, als Verlierer vom Platz ging, konnten sich die österreichischen Mädls in zwei von drei Spielen durchsetzen. Zwar reicht das nicht für den fixen Aufstieg in die zweite Runde, den sich die Französinnen mit zwei Siegen und einem Unentschieden sichern konnten, die Österreicherinnen dürfen dennoch auf den Aufstieg hoffen.

Da nur vier Teams am Damenturnier teilnahmen, war es besonders nett, dass das Herrenturnier zeitgleich stattfand. Nicht nur gab es dadurch mehr Spiele zum ansehen, es waren auch mehr Schirikollegen da. Viele altbekannte Gesichter waren dabei, die ich schon von Turnieren oder aus dem europäischen Umpire Development Programme kannte. Ganz besonders überrascht und erfreut war ich über den deutschen Kollegen, den ich, wie sich im ersten Gespräch herausstellte, schon seit fast 20 Jahren kenne. Damals war ich mit dem AHTC bei einem Jugendturnier beim KHTC in Mühlheim an der Ruhr zu Gast, und übernachtete gemeinsam mit Maurits Hertzberger bei Ben’s Familie. Die Hockeywelt ist doch sehr klein…

 

Bei diesem sehr kurzen Turnier – 6 Spiele in drei Tagen – durfte ich dennoch drei Spiele leiten, mit drei sehr unterschiedlichen Kolleginnen. Gleich das erste Spiel zwischen den tschechischen Gastgeberinnen und den technisch starken Französinnen war sehr spannend. Nach einer 3:1 Halbzeitführung für Frankreich konnten die Tschechinnen noch einmal aufholen, legten sogar auf 3:4 vor, doch konnten die Führung nicht halten. Somit gab es gleich in meinem ersten Spiel ein Shoot Out, das die Tschechinnen für sich entscheiden konnten.

Auch im zweiten Spiel ging es heiß zur Sache. Die Türkinnen, die im ersten Spiel gegen unsere Mädls verloren hatten, waren heiß auf einen Sieg, und konnten mit 1-0 in Führung gehen. Die Tschechinnen konnten vor der Pause auf 1-1 ausgleichen. In der zweiten Hälfte machte sich der Druck bei den Spielerinnen bemerkbar, immer wieder mussten meine französische Kollegin und ich eingreifen. Die Tschechinnen machten dann doch mit 3 Toren in 8 Minuten alles klar, und konnten sich durchsetzen.

In meinem dritten Spiel kombinierten die Französinnen stark, zeigten früh ihre Dominanz, wodurch das Spiel auch um Einiges ruhiger verlief als am Tag zuvor. Nach acht Karten in den ersten beiden Spielen konnte ich sie diesmal beruhigt in der Tasche lassen und danach die letzten beiden Spiele in der Sonne genießen. Unsere Mädls setzen sich in einem hart umkämpften Spiel mit 1:0 gegen die Tschechinnen durch, die mit einem Sieg sogar erste geworden wären.

 

Wie immer waren die Gastgeberinnen und Gastgeber sehr herzlich und gut organisiert. Ganz besonders hat mich gefreut meinen UDP Kollegen Jakub wieder zu sehen, der ja auch im Juni in Wien das Herren Final 4 gepfiffen hat, und das Turnier in Hradec organisiert hatte.

 

Glückwusch nochmals an die Mädls, jetzt heißt’s hoffen, dass wir weiter kommen.

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Youth Olympic Games – Tag 13 – Finaltag der Herren – Mexiko gegen Zambia

Heute ging es zum letzten Mal für uns männliche Schiedsrichter zum Olympic Hockeypark. Die Frauen reisten heute heim. Jeder von uns betrat das Gelände mit einem weinen und lachen im Gesicht. Irgendwie waren wir froh, das letzte Mal die Uniform tragen zu müssen und den Heimweg anzutreten zu können, aber auf der anderen Seite, war es das letzte Mal olympische Luft zu schnuppern und bei diesem tollen Event pfeifen zu können.

Mein heutiges Spiel war Mexiko gegen Zambia. Scott unserer Aussi Schiedsrichter war mein Kollege für diese Partie. Das Match verlief sehr ereignislos und war leicht zu leiten. Scott und ich versuchten die Spieler so lange wie möglich am Platz zu halten. Die Spieler wollten unser Angebot leider nicht annehmen und daher musst wir einige gelbe Karten austeilen. Am Ende des Tages stand der Überraschungssieger mit Zambia fest. Zambia belegte bei der Hockey5s Premiere den 7 Platz und ließ Nationen wie Deutschland, Bangladesh und Mexiko hinter sich. Ein großer Erfolg für die Hockeynation Zambia. Das Final konnte Australien in einer Challenge Shoot Out für sich entscheiden. Kanada konnte sich wieder durch einen Lucky Punch ( wie im Halb- und Viertelfinale) ins Shoot out retten. Diesmal hieß der Gewinner Australien und nicht Kanada. Spanien belegte souverän Platz 3. Generell waren das Bronze und Gold Medal Game sehr gute Werbung für den Hockeysport.

Wie es bei jedem Turnier üblich ist, gibt es am letzten Tag die berühmte Manöverkritik (Reportbesprechung). Das Feedback was ich erhalten habe, spiegelte meine gezeigte Leistung wieder und ich kann mit meinem Turnier zufrieden sein. Ich hatte die Möglichkeit ein „olympisches Halbfinale“ zu pfeifen, was einfach unglaublich ist, und konnte eine gute Leistung in diesem Match abliefern. Das Spiel werde ich sicher nicht so schnell vergessen.

Ich werde sicher noch einige Zeit brauchen um die ganzen tollen Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten zu können. Eines weis ich aber jetzt schon, dass dieses Turnier ein unglaubliche tolle Erfahrung für mich war und immer in Erinnerung bleiben wird. Ich habe viele neue tolle Menschen kennengelernt und konnte jede Sekunde auf bzw. abseits des Platzes genießen. Das Turnier inkl. dem erhalten Feedback dient für mich als perfekte Motivation um weiter hart an mir zu arbeiten, damit ich in der Zukunft die Chance bekomme an weitere Topturniere teilnehmen zu können.

Morgen steht meine 24 h Heimreise (inkl. Wartezeiten) an. Ich freue mich wenn ich Freitag 6 Uhr in der Früh wieder österreichischen Boden betreten kann.

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Youth Olympic Games – Tag 12 – Finale der Frauen, Meet and Greet mit dem FIH Board

Am Vormittag statten wir dem Youth Olympic Village einen Besuch ab. Ich muss sagen, dass es den Athleten dort an nichts fehlt und es eine sehr interessante Erfahrung für mich war und der Besuch sich alle Mal gelohnt an. Ich konnte einige österreichische Sportler treffen und mich mit den austauschen.

Am Nachmittag ging es für Paul und mich weiter zur berühmten „Electronic Street“ in Nanjing. Dort versuchten wir uns Glück beim Handeln und kauften USB Sticks um die Fotos und unsere Spiele darauf speichern zu können.

Am heutigen Abend wurden alle Schiedsrichter offiziell eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme an den Spielen durch den FIH Präsidenten Leandro Negre, FIH CEO Kelly Fairweather und weiteren Vertretern des Boards vorgenommen. Am Schluss stand noch eine kleine Fotosession inkl. „Small Talk“ an. Danach ging es gemeinsam zum „Bronze and Gold Medal Game“. Das Finale konnte China im Shoot Out für sich entscheiden. Ich muss sagen, dass ich langsam zum Hockey5 Fan werde. Diese Art von Hockey macht den Sport für die Zuschauer (inkl. TV) interessanter, attraktiver und leichter zu verstehen.

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Youth Olympic Games Tag 11 – Halbfinale Spanien gegen Kanada

Anscheinend hat sich das Schiedsrichterpaar Donavan und ich bewährt. Wir beide wurden nämlich für eines der beiden Halbfinalspiele angesetzt. Der Tag begann relativ entspannend für mich, jedoch je näher das Match rückte desto unruhiger wurde ich und die Vorfreude stieg ins unermessliche. Ich konnte es kaum erwarten das Spiel anzupfeifen.

Die Atmosphäre im Stadion war ein Wahnsinn. Zum zweiten Mal hintereinander war das Stadion „ausverkauft“. Spanien war zu Beginn klar die bessere Mannschaft und ging zu recht in Führung. Leider ließen die Spanier mit dem druckvollen Spiel nach und die Kanadier fanden ins Match und es entstand ein sehr schnelles und spannendes Match. Die Spieler beider Mannschaften wurden durch das Publikum so angeheizt, dass dies mit Abstand das emotionalste Match in diesem Turnier für mich war. Es war nicht sehr einfach die Spieler am Platz zu halten bzw. die Temperatur aus dem Spiel zu nehmen ohne den „flow of the game“ zu gefährden. Ich fühlte mich in dieser Partie nicht so wohl, weil ich einige „Calls“ im Bereich meines Kollegen machen musste. Das Spiel war gut unter Kontrolle und beide Mannschaften konzentrierten sich großteils aufs Hockeyspielen. Im richtigen Moment konnte ich Maßnahmen setzten, damit die Temperatur nicht weiter anstiegt. Das schöne war, dass die Spieler, die eingeschlagene Linie verstanden und sofort akzeptierten. Jedoch wie vorher erwähnt blieb das Spiel extrem spannend und schwer zu leiten, aber es machte unglaublich viel Spass. Du wurdest regelmäßig als Schiedsrichter extrem gefordert. 1 Minute vor Ablauf der Spielzeit im letzten Drittel, erzielte Kanada den Ausgleich. 10 Sekunden vor Ende hatte Spanien einen Matchball den sie nicht nutzen konnten und somit kam es zur Shoot Out Challenge.

Nachdem ich der „disengaged Umpire“ war, dachte ich, dass das Shoot out für mich entspannend wird. So schnell kann man sich täuschen. Mein Kollege kam zu mir und bat mich das Shoot Out zu leiten. In diesem Moment war ich sehr froh, dass wir zu diesem Thema ein eigenes Meeting hatten und das Szenario inkl. der Aufgabenverteilung bis ins kleinste Detail durchsprachen. Gleich zu Beginn wäre unserem Tisch gein kleiner Fehler unterlaufen. Die Spanier haben die Reihenfolge, welche Sie dem Tisch gesagt hatten verwechselt. So musste noch der Startspieler getauscht werden bevor es losging. In Summe waren es über 10 Challenges die ausgeführt werden mussten, damit Kanada als Sieger vom Platz ging.

Nachdem Match gab es die berühmte Besprechung und das Feedback war sehr positiv. Ich hatte das Spiel sehr gut unter Kontrolle und konnte meinen Kollegen in den richtigen Moment unterstützen bzw. war auch bereit ein Risiko einzugehen indem ich in seinem Bereich Entscheidungen traf die notwendig waren. Natürlich gab es auch etwas zu verbessern und dies war die Körpersprache beim Shoot Out. Nachdem ich mich sehr wenig bewegte bzw. nicht dynamisch mit den Challenges mitging, wirkt dies eher uninteressiert bzw. genervt, dass jetzt ein Shoot Out statt findet. Was natürlich nicht der Fall war.

Youth Olympic Games – Tag 9/10 – Viertelfinale Australien gegen Mexico

Am Tag nachdem Restday standen alle Viertelfinalspiele der Frauen und Männer am Plan. Ich hatte die Ehre eines mit Donnovan, unserem Musikproduzenten aus Barbados zu pfeifen. Am Ende war das Spiel doch viel eindeutiger als wie erwartet. Wir beide bereiteten uns auf ein sehr enges und vor allem körperliches Match vor. Die Spieler von Mexiko sind teilweise richtig intelligent am Spielfeld und tasten sich langsam an die Grenze des erlaubten heran. Im ersten Drittel mussten wir einige lautere und längere Pfiffe machen, aber danach akzeptierten die Spieler unsere Linie und beide Teams konzentrierten sich aufs Hockeyspielen. Unser UM war sehr glücklich mit der gezeigten Schirileistung. Er meinte wir haben sehr gut die Standards gesetzt und uns das Spiel dadurch leicht gemacht und nicht mehr aus der Hand nehmen lassen.

Am nächsten Tag standen die Halbfinale der Frauen an und die Herren hatten wieder einen Restday. Ich muss sagen, dass für mich die Turniertage gefühlt immer länger anstatt kürzer werden. Wir sahen zwei sehr spannende Halbfinalspiele wo sich am Ende des Tages Niederlande und der Gastgeber China durchsetzten.

Morgen pfeife ich eines der beiden Halbfinale (Spanien gegen Kanada) mit meinem Schirikollegen aus Barbados. Ich freue mich schon auf das Spiel.

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Youth Olympic Games – Tag 8 – Sightseeing – Restday

Der Restday war kein wirklicher Tag der zur Erholung diente. Heute war der heißeste Tag in Nanjing seitdem ich angekommen bin. Wir hatte leicht über 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit über 70%. Ich muss sagen, dass die chinesische Bevölkerung sehr freundlich ist und wir als Gruppe teilweise eine echte Attraktion waren. Viele Personen wollten mit uns Gruppen- oder Einzelfotos machen. Es ging sogar soweit, dass wir als Gruppe bei einem Werbespot für die kulturelle Vielfalt in Nanjing mitmachen konnten/durften. Dies war eine sehr lustige und interessanter Erfahrung.

Der Tag begann mit einem Besuch am Purple Mountain. Nach 90 Minuten U-Bahnfahrt inkl. einigen Umsteigen kamen wir endlich am Fuße des Berges an. Der Berg war von Boden aus sehr beeindruckend. Ich muss sagen, dass die U-Bahn in Nanjing sehr sicher ist. Jeder Passagier muss mit seinem Gepäck durch einen Sicherheitscheck und in jeder U-Bahn ist ein eigener Aufseher. Endlich angekommen machten wir uns zielstrebig auf dem Weg zum Mausoleum von Dr. Sun Yat-sen´s. Wir fragten sehr viele Personen, bis uns eine den Weg zeigen konnte. Wir entschieden uns für die Fahrt mit einer Art “ Lilliputbahn“ zum Fuß des Mausoleums. Das war eine sehr gute Entscheidung, anderenfalls hätten wir den halben Tag mit wandern verbracht. Bevor wir einen Blick ins Mausoleum erhaschen konnten mussten wir von Station aus 30 min bergaufgehen und rund 300 Stufen bewältigen. Jedoch hat sich der Aufwand gelohnt. Ein sehr schöner Ausblick erwartete uns.

Danach führen wir zur „Wall“. Es handelt sich hierbei um eine sehr große und hohe Mauer (ähnlich wie die chinesische Mauer). Hinter der Mauer befanden sich eine Menge Shops und Resteraunts. Die Gebäude sind nach außen sehr traditionell gebaubt. Nach der Stärkungen widmeten wir uns dem Shopping und unseren Schauspielerqualitäten für das Werbevideo. Uns wurde versprochen, dass wir das Video bekommen. 10 Stunden später nachdem wir aufgebrochen sind, kamen wir alle erschöpft und glücklich im Hotel an.

Morgen steht ein langer Tag an. Um 9 Uhr in der Früh fahren wir für ein Meeting betreffend „Shot out Competition“ und einem Fotoshooting für die „Officials“ am Hockeyplatz. Danach gehts zurück ins Hotel für eine kleine Stärkung. Morgen um 20:30 (chinesischer Zeit) pfeife ich das Viertelfinal „Australien vs. Mexiko“. Ich freue mich schon auf die Partie.

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Youth Olympic Games – Tag 7 – Australien gegen Kanada

Bevor es in den wohlverdienten Restday ging, hatte ich noch die Ehre mit meinem UDP Kollegen Paul Walker ein sehr interessantes Gruppenspiel zu pfeifen. Das Spiel war Australien gegen Kanada. Die Ausgangslage: Australien muss gewinnen, damit sie nicht den vierten Gruppenplatz belegen und im Viertelfinale gegen Neuseeland spielen. Kanada hat mit einem Sieg gegen Australien die Chance auf den Gruppensieg.
Daher erwarteten Paul und ich ein sehr emotionales und physisches Spiel, auf welches wir uns sehr intensiv im Pre-Match talk vorbereiteten. Vom Mgmt schafften wir es zum rechtzeitigen Zeitpunkt die passenden Maßnahmen zu setzten. Daher konnten wir schnell das physische Spiel inkl. den taktischen Fouls relativ gut aus dem Spiel nehmen. Betreffend dem technischen Decision Making, waren Paul und ich nur zu 95 % glücklich. Der Grund ist schnell erklärt. Leider schafften wir es nicht jede Entscheidung technisch korrekt zu treffen. Gott sei Dank waren es keine spielentscheidende Fehler. Er waren Themen, wie zum Beispiel einen Hebeball weiter spielen zu lassen anstatt die Gefahr aus dem Spiel zu nehmen oder wir haben das ein bzw. andere gesperrt falsch ausgelegt.
Unser UM war mit der Leistung sehr zufrieden. Das Spiel war sehr gut unter Kontrolle und die Coaches beider Teams waren mit „consistency“ der Entscheidungen glücklich. Betreffend dem technischen Decision Making stimmte uns der UM zu. Morgen steht „Sightseeing“ an.

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Youth Olympic Games – Tag 5 – Restday und Sightseeing

Heute hatte ich zwei Matches als „Reserve“. Daher konnte ich die Zeit nutzen um mir andere Sportarten anschauen. Ich nützte die Chance und schaute mir ein Rugby 7 Halbfinale zwischen Fiji und einem anderen Team an. Es war mein ersten Rugbymatch, welches ich live erleben konnte und ich war von der Stimmung begeistert. Danach schaute ich mir noch einige Beachvolleyballmatches an. Die Jingles, welche gespielt wurden inkl. der Stimmung, erinnerten mich an eine kleinere Auflage des Grand Slam Turniers in Klagenfurt. Zwischen den Beachvolleyballspielen konnte ich unseren IOC Präsidenten begrüßen, welcher mit einigen Beachvolleyballspielern „Selfies“ machte.

Bevor ich am Nachmittag den Olympia Park unsicher machte, legte eine Gruppe von Schiedsrichtern und offiziellen eine kleine Sightseeingtour eingelegt. Bevor wir uns einige Tempel anschauten, besuchten wir einen typischen chinesischen Markt. Dies war eine sehr interessante Erfahrung für mich und ich muss einfach sagen, dass die Kulturen sehr unterschiedlich sind. Nach diesem kleinen Rundgang widmenden wir uns den Tempeln und den verborgenen Gärten dahinter. Ich war echt begeistert von den Tempeln. Eine sehr interessante Kultur und Geschichte, welche hinter diesen Gebäuden steckt.
Im Großen und Ganzen war dies ein sehr erholsamer und interessanter Restday für mich. Jetzt freue mich auf mein morgiges Match Neuseeland gegen Deutschland.

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Youth Olympic Games – Tag 6- Germany vs. New Zealand

Deutschland hatte vor dem Spiel immer noch 0 Punkte, steht damit am letzten Platz. Neuseeland benötigt den Sieg um morgen im direkten Duell gegen Pakistan den Gruppensieg klar zu machen.

Mein australischer Kollege Scott und ich gingen davon aus, dass das deutsche Team versuchen wird das Spiel langsam zu machen. Deutschland hat aus Verletzungsgründen zwei Tauschspieler weniger aus Neuseeland. Nachdem Neuseeland sehr schnell mit 3 Toren Vorsprung in Führung ging, war das Tempo in diesem Spiel nicht sehr hoch. Das niedrige Tempo kam Deutschland sehr recht und sie konnten teilweise mit Neuseeland mithalten. Erschwerend für Deutschland kam hinzu, dass sie im ersten Drittel einen weiteren Spieler, aus Verletzungsgründen verloren.

Kommen wir nun zum Spiel aus der Sicht des Schiedsrichters. Dieses Spiel war vom Mgmt keine einfache Partie. Es gab sehr viele „off the ball Aktionen“, ein kleines taktische Foul hier, Zeitspielversuch dort usw. . In der ersten Hälfte musste wir bereits eine gelbe Karte gegen Deutschland für „physical play“ verteilen. Zu Beginn des zweiten Drittels (mit den Anstoss) stieg das Emotionslevel der Spieler extrem an. Aus diesem Grund stiegen wir auf Plan B (schnelle Pfiffe, wenige Vorteile) um. Als die Partie sich wieder beruhigte, begannen sich zwei Spieler gegenseitig zum aufstacheln. In dem Moment wo mein Kollege es merkte und pfiff (Aktion war in seiner 11 Meter Area), gingen beide Spieler zu Boden. Scott zeigte dem Spieler aus Neuseeland eine gelbe Karte. In der Zwischenzeit holte ich beide Kapitäne zu mir machte ihnen nocheinmal klar, dass sie ihre Spieler beruhigen sollen. Es war ein harter Kampf als Schiedsrichter, die Spieler an Feld zu lassen.
Im zweiten Drittel pfiff ich meine erste Challenge. Leider konnte ich diese nicht mehr ausführen, weil das Foul zu kurz vor dem Ende des zweiten Drittels war. Bei einer Challenge wird nicht die Spielzeit gestoppt. Es war eine sehr lustige Situation. Ich musste beiden Spieler erklären, wo sie stehen dürfen und von wo die Challenge gestartet werden muss. Das dritte Drittel verlief ereignislos.

Unser Umpires Manager war mit unserer Leistung zufrieden. Natürlich gibt es immer Punkte zu verbessern. Ich soll mich beim nächsten Spiel auf die Wahl meiner Worte, speziell bei den mündlichen Ermahnungen konzentrieren. Nachdem es beim Hockey5 keine grüne Karte gibt und ich zu schnell „last time, usw.“ sage, nehme ich mir einige zusätzliche Optionen zu schnell aus dem Spiel.

Morgen steht ein extrem interessanter Spieltag an. Aufgrund der heutigen Ergebnisse kann Deutschland morgen mit einem Sieg inkl. der zusätzlichen notwendigen Tordifferenz noch den Einzug ins Viertelfinale schaffen. Australien verlor heute in einem hochkarätigen Match gegen Spanien, welches wirklich als Werbung für Hockey5 diente und muss morgen gegen Kanada siegen, damit Australien nicht im Viertelfinale auf Neuseeland oder Pakistan trifft. Ich freue mich auf mein morgiges Spiel Australien – Kanada, welches ich mit meinem UDP Gruppe 6 Kollegen Paul peifen kann.

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